12 neue Orte im Verband der „Borghi più belli d’Italia“

Die Vereinigung der „Schönsten Dörfer Italiens“ (I Borghi più belli d’Italia) ist um zwölf neue Mitglieder reicher. Insgesamt 325 Dörfer mit jeweils einzigartiger Charakteristik gehören mittlerweile dem Netzwerk an, das sich nicht nur der Tourismusförderung, sondern auch der Erhaltung und Restaurierung der historischen Bausubstanz der Orte verschrieben hat. Neben der kulturellen und historischen Bedeutung der Orte, spielen nachhaltige Aspekte der touristischen Infrastruktur, eine intakte Altstadt ohne Autoverkehr, die Bewahrung des architektonischen Gefüges, gelebte Traditionen sowie die Förderung der Lebensqualität eine maßgebliche Rolle bei der Auszeichnung zu einem der schönsten Dörfer Italiens. 

Als eine der neu ausgezeichneten Ortschaften zählt Alberobello wohl zu den bekannteren Destinationen auf der touristischen Landkarte: im Itria-Tal in Apulien gelegen wurde die „Stadt der Trulli“ auf Grund der charakteristischen Architektur im Jahr 1996 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Am Ostufer des Comer Sees in der Provinz Lecco liegt Bellano, ein kleiner Fischerort mit schmalen Gassen und farbenfrohen Häusern. Nicht weit entfernt befindet sich der beeindruckende „Orrido di Bellano“, eine tiefe Natur-Schlucht, die man auf in den Felsen gehauenen Pfaden durchqueren kann. 

Auf Sizilien sind gleich zwei der neu ausgezeichneten Dörfer zu finden: in der Provinz Siracusa im Herzen der Monti Iblei liegt Buccheri, das reich an Zeugnissen einer langen Geschichte ist, die von den antiken Griechen, Römern Byzantinern, Arabern und Normannen geprägt wurde. In der Provinz Enna befindet sich hingegen das kleine Dorf Calascibetta, das ebenfalls mit seinem archäologischen Erbe, wie etwa der Nekropole von Realmese aus der Eisenzeit, punktet.

Zum Kreis der schönsten Dörfer Italiens zählt auch Campiglia Marittima in der Provinz Livorno in der Toskana: Es liegt auf einem Hügel im Val di Cornia mit weitem Blick auf das Tyrrhenische Meer und die umliegende Landschaft.

Die Region Latium ist mit Castelnuovo di Porto in der Provinz Rom vertreten, wo das bedeutende Castello della Rocca aus 13. Jahrhundert liegt. Das antike Dorf liegt auf einem Tuffsteinausläufer und ist etruskischen Ursprungs.

Crecchio in der Provinz Chieti in den Abruzzen liegt umgeben von Wein- und Olivengärten auf einem kleinen Hügel in der Nähe des Flusses Arielli und wird von der Herzogsburg beherrscht, in der heute das „Byzantinische und frühmittelalterliche Museum der Abruzzen“ zu finden ist.

Nicht nur ein Dorf, sondern eine kleine Insel: La Maddalena, Hauptort einer der beliebtesten Inseln Sardiniens im gleichnamigen Archipel, besticht durch das historische Zentrum und seine natürliche Schönheit und zählt nun ebenfalls zu den „Borghi più belli d’Italia“.

Weiter im Norden kann die Provinz Trient ebenfalls 2 Neuzugänge verbuchen: Luserna ist ein wahrer Naturbalkon und eine der geschichts- und traditionsreichsten Gemeinden des Trentino, wo noch Zimbrisch, eine alte deutsche Sprache, gesprochen wird. Pieve Tesino liegt an den Südhängen des Monte Silana und erstreckt sich über das Tesino-Becken. Das Dorf ist auch als Geburtsort des italienischen Staatsmannes Alcide De Gasperi bekannt.

Nocera Umbra in der Provinz Perugia wurde von den Umbrern gegründet und später von den Römern erobert, die es zu einer wichtigen Station auf der Via Flaminia machten. Von den Ursprüngen als Verteidigungsanlage zeugen noch heute die gewaltigen Burgmauern.

In den Marken wurde Petritoli in der Provinz Fermo als neuer Borgo gekürt. Auf einem Hügel gelegen überblickt es das grüne und fruchtbare Aso-Tal und bietet ein atemberaubendes Panorama von den Sibillinischen Bergen bis zur Adriaküste.

 

Weitere Informationen:  www.borghipiubelliditalia.it